In Modul 03 hast du die Entitäten kennengelernt: Mitarbeiter, Dienstvertrag, Abrechnungslauf. In Modul 06 hast du gesehen, wo du im Entwicklungszyklus stehst. Eine Frage ist noch offen: was passiert, wenn sich etwas im Leben eines Mitarbeiters ändert? Wer startet dann was im System — und wer prüft, ob alles korrekt angelaufen ist?
Die Antwort ist meistens: das System selbst. P&I LogaHR ist ereignisgesteuert (englisch: event-driven) — ein zentrales Bauprinzip. Wenn ein Ereignis eintritt, läuft automatisch eine Kette von Aktionen ab.
Ein Ereignis (englisch: event) ist ein definierter Moment, der das System in Aktion versetzt. Wie jede andere Information wird es als Datensatz gespeichert — du erkennst das Muster aus Modul 01:
Sobald dieser Datensatz angelegt wird, läuft im Hintergrund automatisch eine Kette ab — ohne dass jemand jeden Schritt einzeln anstößt.
| Ereignis | Automatische Kette | Stilles Risiko |
|---|---|---|
| Austritt | ELDA-Abmeldung + letzter Lohnzettel + Urlaubsabgeltung + Abfertigung prüfen | Datum 1 Tag zu früh → Entgeltfortzahlung endet falsch, kein Alarm |
| Krankenstand | Entgeltfortzahlung aktivieren; nach gesetzlicher Frist auf Krankengeld umstellen | Frist falsch konfiguriert → zu frühes Ende der Fortzahlung |
| Karenz | Gehalt auf 0 setzen, Beschäftigung ruhend schalten, Dienstzeit läuft weiter | Wenn Ereignis fehlt: kein Gehalt, aber auch keine Meldung an ÖGK |
Denke mal nach: Welches Ereignis aus deinem Alltag bei P&I hat die längste oder komplexeste Kette? Was wäre der schlimmste stille Fehler, wenn dieses Ereignis mit falschem Datum angelegt wird?
Modul 11 von 15 · Pfad 3 · 2026