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Modul 08 · QS in der Praxis

Jahreswechsel und Release-Zyklus

Was du danach weißt: Warum der Jänner der riskanteste Monat im Lohnverrechnungsjahr ist — und wie der P&I Release-Zyklus mit deiner Arbeit zusammenhängt.

Erinnerung an Modul 04

In Modul 04 hast du gelernt: SV-Sätze, KV-Mindestgehälter und Steuertabellen sind Konfigurationsdaten. Sie werden nicht ins Programm eingebaut — sie leben in einer Tabelle und werden jedes Jahr aktualisiert. Dieses Modul baut darauf auf: was passiert, wenn sich alles gleichzeitig ändert? Und wie passt das zum Release-Rhythmus von P&I?

Was sich am 1. Jänner ändert

Was ändert sich Beispiel Wer pflegt es ein
SV-Beitragssätze AN-Pensionsversicherung: neuer Prozentsatz P&I Konfigurations-Team
Höchstbeitragsgrundlage SV-Obergrenze steigt von 5.850 auf 6.060 € P&I Konfigurations-Team
Lohnsteuertabelle Neue Tarifstufen oder Absetzbeträge P&I Konfigurations-Team
KV-Mindestgehälter KV Handel Gruppe A: 2.100 → 2.205 € P&I Konfigurations-Team
Neue gesetzliche Anforderungen Neue Meldepflicht, neue Abzugsart Entwickler (Code-Änderung)
Die ersten vier Punkte sind Datenpflege — stille Fehler wenn vergessen (Modul 04). Der fünfte Punkt ist echte Programmierarbeit — und braucht Testing (Modul 06). Am 1. Jänner treffen beide zusammen. Das ist der Grund, warum der Jänner der fehleranfälligste Monat im ganzen Jahr ist.

Der Release-Zyklus bei P&I

P&I liefert dreimal pro Jahr ein Customer Release aus — immer basierend auf Kunden- und Anwenderfeedback. Die Releases folgen einem festen Muster: Februar, Juni, Oktober (Notation: 26.2, 26.6, 26.10).

JAN
Neue Sätze aktiv
FEB
Release 26.2
MÄR
APR
MAI
JUN
Release 26.6
JUL
AUG
SEP
OKT
Release 26.10
NOV
Vorbereitung
DEZ
Kritische Phase
Neue Regeln aktiv
Customer Release
Vorbereitungsphase Jahreswechsel

Das erste Release des Jahres (Februar) kommt nach dem Jänner-Wechsel. Das bedeutet: die neuen Sätze müssen schon im Dezember/Jänner eingepflegt und getestet sein — bevor das erste Release sie offiziell ausliefert. November und Dezember sind deshalb die kritischste QS-Phase des Jahres.

Dein Feedback als Teil des Produkts

Jeder Fehler den du findest und meldest, kann im nächsten Release behoben sein. P&I baut Releases auf Basis von Kunden- und Anwenderfeedback. Du bist Anwenderin im QS-Team — dein Ticket ist direkter Input. Ein gut geschriebenes Ticket (Modul 07) wandert von dir zum Entwickler, wird behoben, landet im nächsten Release, und ein Kunde bekommt einen besseren Fix. Das ist der vollständige Zyklus.

In deiner Arbeit bei P&I

November / Dezember: Das ist die Zeit, in der das Konfigurations-Team die neuen SV-Sätze, KV-Tabellen und Steuertabellen für das neue Jahr einpflegt. Deine wichtigste QS-Aufgabe in dieser Phase: prüfen ob alle Jahreswechsel-Regeln korrekt eingetragen sind — mit echten Testfällen. Nicht „läuft der Lauf durch?" sondern „stimmt das Netto für Jänner?"

Denke mal nach: Wenn du im Dezember für den Jahreswechsel testen müsstest — welche drei Fälle würdest du als erstes prüfen? Was wären die wahrscheinlichsten Fehlerquellen, die im Jänner auffallen würden?

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