Mit den ersten fünf Modulen kannst du Datenprobleme benennen, JSON lesen, Entitäten zuordnen, Regelkonfigurationen prüfen und Anforderungen formulieren. In diesem zweiten Pfad geht es darum, wie du dieses Wissen in deinem Alltag bei P&I einsetzt — als Qualitätssichererin in einem Softwareunternehmen.
QS bedeutet in einem Software-Unternehmen etwas anderes als im reinen Personalverrechnungs-Büro. Nicht „stimmt die Abrechnung des Kunden?" — sondern: „Funktioniert die Software so, dass sie Abrechnungen korrekt erstellt?"
Bevor ein neues Feature oder ein Fix zum Kunden geht, durchläuft es einen Zyklus. Du stehst zwischen Entwicklung und Release:
Du bist das letzte Netz vor dem Kunden. Was du durchlässt, sehen Kunden. Was du stoppst, bleibt intern.
| Testart | Wer / Was | Zweck | Beispiel Lohnverrechnung |
|---|---|---|---|
| Unit-Test | automatisiert | Eine einzelne Funktion korrekt? | Berechnet die Aliquot-Formel für Mai richtig? |
| Integrations-Test | teils automatisiert | Mehrere Teile zusammen korrekt? | Läuft ein vollständiger Abrechnungslauf durch? |
| Regression-Test | beides | Nach einer Änderung: läuft alles noch? | Nach Jahreswechsel-Update: stimmen alle alten Fälle noch? |
| Manueller Test | du | Ist das Ergebnis inhaltlich korrekt? | Entspricht das Netto den KV-Vorgaben und der aktuellen Lohnsteuertabelle? |
Jede Änderung am Code kann etwas anderes, nicht verwandtes, kaputt machen. Das nennt sich Regression: ein bisher korrekt laufendes Feature schlägt nach einem Update fehl — obwohl es gar nicht angefasst wurde.
Denke mal nach: Wenn du nach einem P&I-Update testst — was prüfst du zuerst? Was wäre ein Fall, den du testen würdest, den ein Entwickler wahrscheinlich vergisst?
Modul 06 von 14 · Pfad 2 · 2026